Veränderungen

Etwas zu dem ich ein arg gespaltenes Verhältnis habe sind Veränderungen.
Auf der einen Seite sind sie oft notwendig und ziehen viel gutes nach sich, auf der anderen bergen sie aber auch immer die Gefahr sich erstmal zu verlieren, im Prozess des Umbruchs alles, wenn auch oft nur gefühlt, verloren zu haben oder aber sich zu verlaufen, falsche Wege einzuschlagen und am meisten, Kopfgeburten und „Nicht-Probleme“ zu generieren, weil man dem was man glaubt zu viel Recht gibt, was oft zu unnötigem Stress und Sorgen führt, welche nicht sein müssten.

Ein Thema welches schon seit einigen Jahren Teil meines Lebens und mehr noch meines Weges und meines Seins ist, hat nun einen Punkt erreicht, an welchem es kein Zurück gibt, keine Variation und schon gar keinen Aufschub.
Dies zieht auch nach sich, bzw zog nach sich, dass ich mich von manchem verabschieden musste, anderes in den Hintergrund trat und neues hinzugekommen ist, mit dem ich erstmal nicht viel anzufangen weiß.

Die Geister sagen, dass ich dem Prozess vertrauen soll, mich hineinfallen lassen soll und, auch wenn es erstmal so aussieht, nichts verloren ist, im Gegenteil.
Es ist ein Weg, zu dem es keine geschriebenen Informationen gibt, zumindest nicht so wie ich sie gerne hätte um eine Art Leitfaden, Hilfe oder zumindest Anregung zu haben.

Ich muss mir vertrauen, was schonmal herausfordernd für mich ist, da ich mir nur so weit vertraue wie ich die Informationen verifizieren kann.
In diesem Thema ist das aber leider nicht wirklich möglich, zumindest nicht auf kurze Sicht, da es ein Prozess ist in den ich mich hineingeben muss.
Einerseits gehört loslassen dazu.
Heute Nacht musste ich mich von meiner mir höchsten Göttin, jener welcher ich als Priester geweiht bin und die schon so viele Jahre meinen Weg ausmacht ein Stück weit verabschieden.
Die Weihe ist weder ungültig geworden dadurch, noch habe ich diese Aufgabe nicht mehr zu erfüllen, aber es geht grade um anderes, was eben auch Teil meines Schwures an sie war und darauf besteht sie.

Ich weiß, dass es langfristig gut und richtig für mich ist, doch halte ich mich zu gerne an gewohntem fest, klammere mich an funktionierendes und begebe mich nur ungern in unbekanntes Terrain.

Schritt für Schritt muss ich neues lernen.
Einer meiner Verbündeten meinte eben, dass es ja nicht so ist, dass ich nun nicht mehr mit Wasser kochen würde, ich würde schlicht neue Rezepte kennen lernen.

Vor vielen Jahren stand ich schonmal an einem ganz ähnlichen Punkt.
Damals war ich fest in meiner Praxis, stand im Saft und dachte angekommen zu sein, da bekam ich eine Ansage um die Ohren die mich bis ins Mark erschüttert hat.

„Ich (mein Verbündeter) und deine Ahnen sind die einzigen Konstanten auf deinem Weg. Alles andere verändert sich und wird sich weiterhin verändern.“

Und dann traten meine damaligen Hauptgottheiten in den Hintergrund, wo sie bis heute sind. Wir sind zwar nach wie vor verbunden, aber nur auf Entfernung.
Ich war am Boden zerstört. Es war eine Beziehung wie ich sie zuvor nie erfahren hatte mit einer Tiefe die mich zuweilen in extatische Zustände versetzte und Schütteln und Schaudern mit sich brachte. Tiefe Trancezustände mit intensiven Erlebnissen.
Kommunikation, Zwiesprache und eine Standleitung an Tag und Nacht, hilfreich für mich, mein Leben, als auch für all jene die zu mir kamen.

Von jetzt auf gleich weg…einfach so

Ich war wütend, traurig, am Boden zerstört und hilflos.
Dann kam sie sehr plötzlich in mein Leben und nach einigem Auf und Ab festigte sich unser Band bis es vor einigen Jahren in eine formelle Priesterschaft überging.
Vor einem Jahr jedoch sagte sie mir schon, dass ich mich nun auf das andere Thema zu konzentrieren habe, es sei wichtig, würde mich in meine Kraft bringen und ein Stück Heilung mit sich bringen.

Ich veränderte ein paar Dinge, ließ manches aus bzw nutzte es anders.
An ein fixes Ritual klammerte ich mich, wie eine Konstante in meinem monatlichen Zyklus.

Heute Nacht ging ich mit einer lieben Freundin in den Wald. Ich wollte nicht zu Hause im Tempel dieses Ritual abhalten sondern mitten im nächtlichen Wald.
Auf dem Weg hin, begleitet vom Geschrei der Eulen und Käuze, vom rascheln im Unterholz, zirpen der Grillen und gelegentlich dem hüpfen einer Kröte passierte das erste dass mir verdeutlichte dass ich mich um das Thema zu kümmern habe.
Ich habe vor einigen Jahren eine Kette gestaltet aus diversen Materialien, welche ich in ihren Ritualen anlegte als äußeres Zeichen, Verbindungsglied, Kraftanker.
Diese löste sich einfach auf, viele Perlen hatte ich schon verloren wie ich da sah, wissend, dass auch dies ein Opfer ist, wie auch die Speisen udn Träneke welche ich mit mir führte um sie ihr und den Geistern des Waldes und der Natur zu geben.

Ich nahm die Kette, oder das was davon übrig war ab, betrachtete sie und sah erleichtert, dass der Anhänger, welcher sie darstellte, noch da war, packte alles in meine Hosentasche und ging weiter bis wir an eine geeignete Stelle kamen.
Dort verteilten wir chantend die Opfergaben und gingen nach einiger Zeit weiter. Wir wollten noch an einen anderen für uns sehr besonderen Ort gehen, der zugleich eng mit meinem Thema verbunden ist wie kein zweiter.

Dort angekommen merkte ich sofort die Verbindung mit den dortigen Geistern, etwas was sich über die letzten mehr als 10 Jahre aufgebaut hat.

Die Gespräche begannen, die Kraft floss und mir wurde unmissverständlich klar und klar gemacht worum es geht, warum es sein muß und dass, auch wenn es jetzt erstmal weh tut, sie immer Teil meines Weges sein wird, ich meine Aufgabe als Priester nach wie vor inne habe, doch jetzt der Punkt gekommen ist, wo wir uns erstmal nicht mehr so oft sehen werden und alle Aufmerksamkeit auf das gelenkt werden muß, was ich schon vor 15 Jahren hätte verstehen müssen, aber nicht tat und auch heute, manchmal, noch daran zweifele, auch wenn es mehr als genügend Verifikationen dafür gibt, welcher ein blinder mit Krückstock selbst im Delirium verstehen würde.

Ich griff in meine Hosentasche, hatte sofort den Anhänger in der Hand (welcher von einer sehr schlechten Person zu mir kam….) und mir war klar, ich muss mich davon auch trennen, als äußeres Zeichen den Teil des Weges hinter mir zu lassen, mich zu befreien um bei mir an zu kommen.

Ich bedankte mich bei ihr, küsste den Anhänger und warf ihn tief in den Wald.
Sie lächelte mich noch einmal an und ging nachdem sie mir noch etwas mitteilte.

Und dann passierte es.
Etwas löste sich in mir, wie eine Schlange sich häutet, so streifte etwas ab von mir, machte die Brust frei und weit und ließ etwas neues aber eigentlich bekanntes hinein, stärkte mich und erfüllte mich, so dass ich jetzt diesem Weg folgen kann.

Über einiges, diesen Weg betreffendes, sprach ich mit meinen und den Geistern des Ortes, sah ein Bild einer Figur welche ich herstellen werde und versuchte mir die positiven Seiten des ganzen zu vergegenwärtigen, damit ich nicht in Sorgen, NichtProblemen und ähnlichem untergehe.

Es wyrd schon werden

Willkommen im Weltengewebe

Neuer Blog, neues Glück

Meinen letzten Blog, wie auch meine letzten Seiten habe ich vor kurzem gelöscht, nachdem ich einige Erlebnisse mit Menschen hatte, die zur Kategorie „brauch ich nicht, will ich nicht, weg damit“ gehören.
Leider begab es sich, dass diese auch Zugriff auf meine Seiten, somit meine Gedanken und im Endresultat Zugriff auf mich hatten. Aber ganz ehrlich, wer will schon, wenn auch nur einseitig, schadhaften Leuten auch nur ein Iota von sich geben die im Gegenzug nur mit Scheiße werfen.

Also ein neuer Start.

Ich werde hier über hexisches, schamanisches und magisches schreiben. Ähnlich wie mein Weg ein organisch gewachsener ist, werden auch die Inhalte dieses Blogs aus diversen Bereichen bestehen.
Kreatives, psychisches, magisches und vielleicht auch zwischendrin musikalisches wie alltägliches, eben das was einen persönlichen Blog meistens ausmacht.

Wenn ich mit der Seite zurecht komme, wird es ein paar fixe Seiten geben mit Texten zur Praxis, hilfreichen Tips und ähnlichem, sofern dies einerseits von Interesse ist und andererseits Sinn macht.

Bis dahin
Fagus